4
Mai
2007

Die Suche nach dem passenden Kiai - oder wie verwirre ich meinen Partner

Als angehender Student der Japanischen Kampfkunst, genauer gesagt dem Kendo beschäftigt mich dieses Thema doch in letzter Zeit des öfteren. Wer nicht weiß was ein Kiai ist, soll einfach kurz bei Wikipedia nachschlagen

Also was soll ich rufen frage ich mich, es sollte mich auf jeden Fall selbst motivieren, und den Gegner/Partner verwirren.

Gebräuchlich sind solch Sachen wie:

„AAAAAHHHHHHHHHHHHHHH!!!!“, oder „YYYYAAAAAAAAAAAHHHHHHHH“

Aber auch Geräusche die eher an den Paarungsruf von Bruce Lee´s letztens sterilisierter Katze erinnern, sind nicht selten zu hören.

Aber ganz ehrlich verwirren, oder gar einschüchtern tut dies nicht. Außer man  betrachtet ein Grinsen das sich in meine ansonsten starre Mimik schummelt als Verwirrung.

Natürlich gibt es auch die Connan der Barbar Variante, sprich man schreit, und zwar so laut und plötzlich, das selbst dem schwerhörigen Opa auf der anderen Straßen Seite das Gebiss aus der Futterluke fällt.

Das kommt aber auch nicht in Frage, denn ich könnte zwar mit Sicherheit so laut schreien, danach würde ich aber von Hustenanfällen gepeinigt, hervorgerufen durch meine Raucherlunge, am Boden liegen. Außerdem fördert es nach dem 3ten Mal eher den Tinitus des Gegners, als dessen Verwirrung.

Also was, und vor allem wie schreie ich.



3
Mai
2007

36x8

Es begab sich eines schönen Abends, dass ich, mal wieder von langer weile gepeinigt, ein bisschen gepokert habe. Und da es, selbst für mich, zu schizophren ist mit mir selber zu pokern begab ich mich virtuell zu einem bekannten Online Poker Anbieter. Die folgenden Zeilen trugen sich wirklich zu, die Namen habe ich geändert, und den genauen Wortlaut auch, doch Inhaltlich stimmt alles, Ich Schwöre. Meine Anmerkungen habe ich natürlich nicht in den Chat geschrieben, denn ich wollte dem Jungen Glück nicht im Wege stehen.

Dramatis Personae:

Männlich199011 (nachfolgend M genannt)

Weiblich85 (nachfolgend W genannt)

Poldi (nachfolgend P genannt, der Erzähler)

7 andere Pokerspieler

Der Geber (nachfolgend der Geber genannt, ein NPC)


Die Bühne frei, den Vorhang auf, das lustige Spiel nimmt seinen Lauf.

Der Vorhang öffnet sich, am Tisch befinden sich 7 andere Pokerspieler, Der Geber, Poldi und Weiblich85. Gespielt wird Limit Texas Holdem und das Spiel ist in vollem Gange.

Die Tür fliegt auf, und M betritt den Raum, und schmeißt sich auf den letzten Freien Stuhl am Tisch.

Gefühlte 8,3 Sekunden nachdem er seinen Hintern auf dem Stuhl platziert hat, erspähen seine trüben Äuglein W und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

M: Hallo W wie geht es dir?
W: Hi M gut, und dir?
M: Wie alt bist du?
W: 22 und du?
M: cool
M: 18
W: wow
M: Sag mal wo wohnst du?
W: FFM und du?
M: Cool, ich wohn in Sachsenhausen, kennst das?

P: Na der geht aber ran. Ahh Sachsenhausen kenne ich auch, ist doch ein Ortsteil von FFM dort wohnt ne Tante von mir.

W: klar kenne ich das, wohne doch in FFM
M: Cool, ich wohne in Bad Nauheim kennst das?
W: Wie jetzt Bad Nauheim? Ich dachte du wohnst in Sachsenhausen
M: Ne dort wohnen meine Eltern, ich bin nach Bad Nauheim gezogen, hast du ICQ oder MSN?

P: Der bietet bestimmt Kurse an, wie mache ich ne Braut in 5 Minuten klar.

W: Ja kenne ich, aber habe ich nicht.
M: Warum nicht?
W: Geht nicht bei mir
M: Hähh willst du mich verarschen?
W: Nein, habe keine Rechte auf dem PC hier
M: Achso

P: Aha und den Poker Client hat dir bestimmt dein Admin installiert.

M: naja macht nichts, können wir uns mal treffen?

P: Hast du ein Buch geschrieben Digger? Wenn ja ich kauf eins!!!!

W: weiß nicht so genau, kenne dich ja nicht
M: ich dich doch auch nicht

P: Bestechende Logik

M: wie viele Freunde hattest du denn bisher?
W: 3 und du?
M: auch 3, hab aber Schluss gemacht hatte keine Lust mehr

P: Wie nur 3? Ach so du meinst natürlich 3 gleichzeitig du Hengst...gib mir ISBN!!

W: hast du muskeln?
M: ja, gehe ins Fitness Studio jeden 2ten Tag, habe schon gute Muskeln
W: wow
M: siehst du gut aus?
W: klar und du?
M: auch

P: 18 Jahre, hat Muskeln und sieht gut aus, wtf.....DU TIER!!!!!

M: können wir uns mal treffen?
W: was willst denn machen?
M: weiß noch nicht, wir könnten zu mir gehen
W: willst du reiten und in mir gleiten?

P: *spuckt fast sein Bier quer durch den Raum*

M: was bitte?
W: naja willst du Spaß haben? Kein Problem ich auch!!!!
M: klar, könnte aber weh tun...
W: was könnte weh tun?

P: Hey W du nimmst mir die Worte aus dem Mund?

M: Naja mein Penis ist sehr groß...
W: echt....wie groß denn?
M: 36 lang
M: und 8 Breit

P: Kommafehler oder? Hey Digger...jetzt weiß ich warum du Solo bist...warst im Knast wegen Mordversuch oder?

W: das ist wirklich groß
M: Ich weiß
M: hast du große Titten?

P: Hey du Charmeur.....

W: C Körbchen....groß genug?

P: Ey Kumpel alles unter Doppel D sollte doch unter deiner Würde sein...

M: JA.....Cool

P: Cool? Was geht? Du bist doch mein Held!!!!

M: Können wir uns morgen treffen?

P: Nein du willst die doch nicht wirklich treffen oder? HALLLO die hat nur C-Cups

W: Okay wann und wo?

SCHNITT........

Hier schneiden wir, da sich die genaue Treffpunktabsprache etwas hinzog. Eigentlich dachte ich auch das es das nun war, doch weit gefehlt, eine Zugabe gab es noch, diesmal von W....und was für eine...


SCHNITT.......

M: also bis dann....bin schon richtig geil
W: Ja okay....bis dann
W: Ach ja kann ich noch ne Freundin mit bringen?

P: The C-Cup strikes back.....

M: KLAR!!!! Ich mach euch beide fertig....

P: DU BIST MEIN HELD, Schick mir bitte ein Autogramm!!!!

W: Wir werden sehen...
M: Also bis morgen dann....
W: Ja Ciao

P: Servus Ihr 2.....


Wahr ist die Geschichte, aber ob M wirklich in der Pornobranche der kommende Stern am Himmel ist. Und ob W am darauf folgenden Tag wirklich inklusive W2 am Treffpunkt erschien. Das weiß ich nicht, und das überlasse ich auch der Phantasie der Leser…aber was mich doch wirklich wunderte, Weiblich85 hatte einen Männlichen Avatar. Und auch der Name war auch eher androgyn…..

Das Erwachen

Das Erwachen:

Teil 1

Seit fast 2 Jahren lebte ich nun unerkannt, und friedlich in meinem neuen Heim, und dachte ich hätte endlich die schlimmen Zeiten hinter mir gelassen, die Schatten meiner Vergangenheit endlich verbannt. Doch wie das Leben so spielt, wenn man am wenigsten damit rechnet, genau dann schlägt das Schicksal zu.

Es war Montag, um genau zu sein Montagabend, Feierabend.

Ich kehrte gerade von einem Beutezug, im Rahmen der Nahrungsbeschaffung, zurück, und war im Begriff meine Wohnungstür zu öffnen, als ich rechts neben mir ein Geräusch auf der Treppe vernahm. Dort stand ein älteres Männlein mit einem Zettel in der Hand. Schon der bloße Anblick dieses Herren ließ mich böses ahnen und so beschloss ich die Flucht nach vorne anzutreten, sprich schnell die Türe meiner Wohnung zu öffnen und darin auf nimmer wieder sehen zu verschwinden.

Doch genau in diesem Moment erblickte er mich, fixierte mich durch seine Glasbaustein artige Zielvorrichtung, öffnete den Mund und sprach die Worte des Grauens:

„Grüße Sie Gott mein lieber Herr, hätten Sie denn einen kurzen Moment Zeit für mich, nachdem ich Sie ja so zufällig hier sehe.“

Ich wollte meine Ohren bedecken, doch leider waren beide Arme und somit auch die angeschlossenen Hände in Beschlag genommen. Der linke wurde durch meine Einkaufstüte gefesselt, und der rechte durch meinen Wohnungsschlüssel in Anspruch genommen. Aufkeimende Erinnerungen an vergangene Erlebnisse dieser Art kamen in mir hoch, würde es wieder passieren? Würden hier und jetzt den Schatten meiner Vergangenheit neues Leben eingehaucht?

Ich versuchte meinem Schicksal ein zu entgehen, und setzte zum Verbalen Gegenschlag an:

„Ach Hallo, Zeit? Ich? Nein! Tut mir leid. Wiedersehen!“

Ich drehte den Schlüssel, die Tür öffnete sich, der rechte Fuß glitt in den Türspalt, die rettende Dunkelheit meiner Wohnung begrüßte mich, fast hatte ich es geschafft. Doch da setzte er schon zum nächsten Schlag an, Strahlen aus gleißendem Licht die Ihn umspielten zwangen mich den Blick abzuwenden, als er sagte:

„Es ist aber Sehr wichtig mein lieber Herr, denn ich will mit Ihnen über die Bibel sprechen. Glauben Sie denn nicht, das der liebe Herr Gott irgendwann das Zusehen satt hat und seine Herde von den schwarzen Schafen säubern wird?“

Aus seinen Augen leuchtete Siegesgewissheit, sein Minenspiel bedeutete mir mich zu ergeben, seine Körper Sprache hatte was von einem Jäger der den Fuß auf den Kopf der erlegten Beute stellt. Doch diese Beute war noch nicht erlegt, ich würde kämpfen, kämpfen mit allem was ich habe, kämpfen für meine Freiheit.
Ich legte all meine Energie in den nächsten Schlag, und erwiderte:

„Ähhh tut mir leid, aber ich habe verderbliche Ware in meiner Einkaufstüte die sofort in meinen Kühlschrank muss, und deswegen Sie verstehen sicherlich...ähhhh ich muss weg!“

Hätte ich eine Hand frei gehabt, hätte ich in diesem Moment wohl damit meine Schulter getätschelt. Welch Treffende Riposte ich gelandet hatte, wenn dass Ihm nun mal nicht den Rest gegeben hat. Ein Lächeln huschte über mein Gesicht, meine Körperhaltung wurde aufrechter, die Brust streckte ich heraus. Ich verlagerte mein Gewicht, um den letzten Schritt zu tun, den in meine Wohnung. Ein Geräusch, ließ mich aufmerken, eine Bewegung nur aus dem Augenwinkel erahnt. Ich drehte meinen Kopf, und blickte zu dem vermeintlich geschlagenen Gegner. Doch mitnichten war er geschlagen, ja nicht mal angekratzt, nicht ein einziges kurzes Wanken war zu sehen.

Bisher war alles nur Taktik gewesen, eine Falle hatte er mir gestellt, und ich tappte siegesgewiss wie eine blinde Leoparden Schildkröte hinein. Er sagte:

„Das ist doch kein Problem mein lieber Herr, es ist sowieso etwas unangebracht über ein solch heikles Thema auf dem Hausflur zu reden, ich könnte Sie einfach in Ihre Wohnung begleiten. Sie packen Ihre Einkäufe in den Kühlschrank und ich werde Ihnen in der Zwischenzeit über das drohende Jüngste Gericht berichten.“

Fuck...Nein...was passiert hier? Er hat mich am Haken. Ich spürte meinen Widerstand zerbrechen, meine Mauern bröckeln. Meine Lippen formten die magischen Worte:

„Ähhhhh ja ger......

Auf einmal hörte ich ein fauchen, ein schnauben, ein flattern von Flügeln. Dieses Geräusch kannte ich nur zu gut, eine Gänsehaut lief mein Rückrat entlang. Nein, nein warum jetzt, 2 Jahre hatte ich Ihn unterdrückt, 2 Jahre war er verschwunden. Ich spürte wie sich eine Last auf meiner rechten Schulter niederließ, heißer Atem erreichte mein Ohr, ich wagte es nicht meinen Kopf zu drehen. Doch ich wusste was ich dort sehen würde, ER, er war zurück. Der ständige Angriff auf meine geistigen Mauern, durch den Herren von der Treppe, hatten Sie durchlässig gemacht. Dort hatte er gelauert und gewartet, gelauert wie ein Jäger auf den Hirsch, gewartet auf eine Gelegenheit wie diese. Und da hörte ich die Worte die Ich fürchtete, die soviel Macht verheißen.

„ISCH WILL DIR FRESSEN“

Fortsetzung folgt.....
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Zuletzt aktualisiert: 23. Jul, 18:12

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